Pflanzgefäße

Plant containers

 

Tontöpfe sind hier bei uns kaum noch zu bekommen. Sie haben auch den Nachteil, dass sie wegen ihrer runden Form viel Platz verschwenden. Viel praktischer sind Töpfe und Schalen aus Kunststoff. Diese können nicht nur Platz sparender aufgestellt werden, was in einer größeren Sammlung von großem Vorteil ist, sondern sind auch viel leichter zu reinigen.

 

Alle Pflanzgefäße für die Kultivierung von Sukkulenten müssen ausreichend große Drainagelöcher haben, aus denen überschüssiges Gießwasser frei abfließen kann. Da Übertöpfe und Topfuntersetzer schädliche Staunässe erzeugen, ist von deren Verwendung dringend abzuraten.

 

Umtopfen

Da bei jedem Umtopfen einer Pflanze zwangsläufig deren Wurzeln beschädigt werden, besteht die Gefahr, dass bei dieser Gelegenheit schädliche Pilze und Bakterien in die entstandenen Wunden eindringen. Ich empfehle deshalb, möglichst in der winterlichen Ruhezeit umzutopfen, wenn die feinen Faserwurzeln sowie fast alle abgestorben sind und somit für die Pflanze das geringste Risiko einer Infektion besteht. Selbstverständlich muss im Winter in trockenes Substrat umgetopft werden.

 

Besondere Hinweise

 

Clay pots are rarely available nowadays and have the disadvantage that because they are round, they waste a lot of space. Much more practical are pots and trays of plastic. They can not only be arranged to save space, which is a big advantage in a big collection, but they are also easier to clean.

 

All plant containers for the cultivation of succulents must have sufficiently large drainage holes from which excess water can freely drain. As pot covers and saucers lead to water stagnating and causing problems, their use is strongly discouraged.

 

 

Repotting

At every repotting, there is necessarily a risk of damage to the plant’s roots, and therefore the danger of fungal and bacterial infection through the wounds. I therefore recommend if possible repotting in the dormant winter season, when most of the fine roots have died off and the risk of infection is at the minimum. Of course in winter dry soil should be used for potting.

 

Special instructions

 

 

 

 

Substrate

Soil

 

Bei jeder neu angeschafften Pflanze sollten Sie davon ausgehen, dass sie in einem Substrat steht, dass dem Produzenten wenig Kosten verursacht und für kaum mehr gedacht ist, als die Pflanze aufrecht und lebendig zu halten, bis sie verkauft ist. Solche Billigsubstrate sind nicht für eine Dauerkultur geeignet. Topfen Sie Ihre neue Pflanze also möglichst bald um.

 

Ein allgemein gültiges Rezept für das „richtige“ Substrat für Sukkulenten gibt es nicht. Es sind alle Substrate und Mischungen geeignet, die folgende Bedingungen erfüllen:

-    Durchlässigkeit für Wasser, es darf keine Staunässe entstehen.

-    Gleichzeitig ausreichende Speicherfähigkeit für Wasser.

-    Geeignete chemische Zusammensetzung mit einem pH-Wert im neutralen bis leicht sauren Bereich.

 

Das Substrat kann Anteile von Humus, Sand, Bims-, Lava- und Granitsplit. enthalten, doch ist keines der Bestandteile zwingend notwendig. Bequem sind fertige Mischungen, die im Fachhandel angeboten werden und häufig gut funktionieren. Eine Ausnahme bildet die hierzulande angebotene „Kakteenerde“, die eines der unbrauchbarsten Substrate überhaupt ist, da sie viel Torf enthält, der, wenn einmal ausgetrocknet, sich kaum wieder befeuchten lässt. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen von anderen Sukkulentensammlern empfohlen wird. Machen Sie davon ausgehend Ihre eigene Experimente und gewinnen Sie im Laufe der Zeit die Erfahrung, welche Mischung für Ihre Pflanzen und unter Ihren speziellen Pflegebedingungen am besten funktioniert.

Meine Empfehlung ist eine 1:1 Mischung aus Seramis und normaler Blumenerde (ohne Torf!), in der ich fast alle meine Pflanzen halte. Für stark zehrende Pflanzen mache ich die Mischung etwas fetter, für sehr empfindliche Pflanzen etwas magerer. Wenn Sie nicht schon ein Substrat haben, von dem Sie überzeugt sind, probieren Sie die Seramis-Mischung doch einfach mal aus.

 

Anmerkung: Seramis ist ein offenporiges Tongranulat, dass eigentlich zur puren Anwendung in der Hydrokultur gedacht ist. Pur angewendet verklumpt es jedoch und ist somit für die Kultivierung von Sukkulenten ungeeignet.

 

Die Nachahmung des Substrates vom natürlichen Standort in Kultur ist keine gute Idee und im besten Fall vergebene Liebesmühe. Wenn bestimmte Euphorbien in der Natur z.B. auf Kalk- oder Gipsböden wachsen, macht es wenig Sinn, Kalk oder Gips in deren Substratmischung zu geben. In der Natur „lieben“ die Pflanzen solche Böden nicht, sondern weichen dorthin aus, weil sie dort weniger Konkurrenz haben und z.B. nicht überwuchert werden, wie es auf besseren Böden der Fall wäre. Die im Laufe der Evolution erlangte Toleranz gegenüber Kalk oder Gips bedeutet keine Abhängigkeit davon. In Kultur wachsen die Pflanzen in jedem ansonsten geeigneten Substart ohne Mangelerscheinungen. Eine zusätzliche Gabe von Kalk oder Gips wird entweder ignoriert oder erzeugt bei erhöhter Konzentration sogar Stress, der die Pflanzen weniger gut gedeihen lässt.

 

For every newly acquired plant, you should assume that the grower has used a soil that costs as little as possible, and is only intended to keep the plant alive and standing upright until it is sold. Such cheap composts are not suitable for cultivation over a long period. Therefore repot your plant as soon as possible.

 

There is no recipe for the “right” compost for all succulents. The basic requirements for a suitable mix are as follows:

-    Good drainage, there should be no water logging.

-    At the same time sufficient moisture retention.

-    Suitable chemical composition with a pH value of neutral to slightly acid.

 

The compost can contain components of humus, sand, granulated pumice, lava and granite, but none of these are absolutely necessary. It is convenient to use ready made mixes available in the trade and these work quite well. One exception is the “cactus compost” sold in this country, which is one of the most unsuitable materials as it contains a lot of peat, and once dried out it is very difficult to wet. I suggest you try what other succulent collectors recommend. Make your own experiments and in time you will gain experience and see which mix best suits your plants and your own special growing conditions.

My suggestion is a 1 : 1 mixture of Seramis and normal plant compost (without peat!). I grow almost all my plants in this. For greedy plants I make the mix richer and for sensitive plants somewhat poorer. If you do not yet have your favourite mix, try the Seramis mix.

 

Note: Seramis is a granulated porous clay material, which is intended for use as it is in hydroculture. If used neat, it tends to stick together and is therefore unsuitable for succulents.

 

Trying to imitate the soil at habitat is not a good idea and at best a lost labour of love. For example, if certain euphorbias in nature grow on limestone or gypsum, it makes little sense to add limestone or gypsum to the soil in cultivation. In habitat it is not that the plants “prefer” such soil, but rather that they withdraw to such areas where there is less competition from other plants which would overgrow them on better soil. Tolerance for limestone or gypsum gained through years of evolution does not mean that they need it. In cultivation the plants will grow in any suitable compost with no sign of any lack of mineral elements. Adding limestone or gypsum will either have no effect or will produce stress caused by an imbalance and the plants will not grow as well.

 

 

 

 

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